Workshop 1b

Modelle im Vergleich

ReferentInnen: Annette Graber, Thomas Ineichen, Gerhard Müller, Matthias Weisenhorn – Moderation: Dr. Cristina Hospenthal

Klassenmusizieren basiert nicht auf einem theoretischen Konzept, vielmehr ist es – quasi als Bewegung von unten – aus der Praxis entstanden. Je nach den lokalen Bedingungen, den individuellen Überzeugungen, Fähigkeiten und Neigungen des beteiligten Leitungs- und Lehrpersonals unterscheiden sich die Modelle daher bezüglich Schulstufe, instrumentaler Besetzung, Dauer, Anzahl Wochenlektionen, Unterrichtform, Organisation, Kooperationen und Finanzierung. Der grosse Gestaltungsspielraum fördert zwar die Motivation und das Engagement des Lehrpersonals, ist aber mit einem enormen Arbeitsaufwand verbunden, da es kaum spezifische Aus- und Weiterbildungen gibt und bestehendes Unterrichtsmaterial oft für gewählte Besetzung arrangiert werden muss.

Im Workshop präsentieren Musikschulleitende zunächst die Modelle Streicher-, Bläser- und Perkussionsklassen sowie Klassen mit gemischter Besetzung und JEKI («Jedem Kind sein Instrument»). Zudem werden am Beispiel eines Jugendmusikvereins Möglichkeiten einer weiterführenden Kooperation erläutert. In der anschliessenden Diskussion geht es um Fragen nach der Qualität, Wirkung und Nachhaltigkeit des Klassenmusizierens. Ziel des Workshops ist jedoch nicht, das beste Modell zu küren, sondern die Chancen und Risiken, bzw. die Besonderheiten der einzelnen Modelle aufzuzeigen, allenfalls Entscheidungshilfe zu bieten und zu Optimierungen anzuregen.